Was tun Schamanen
info | 10 Februar 2012 | 12:46Ich streife durch die Wälder auf der Suche nach meiner Wirklichkeit.
Kämpfe mich durch dichtes Unterholz, begegne Schattenkreaturen und Hindernissen.
Ich hole mir blutige Kratzer und wunde Füße.
Manches Mal ist der Wald so dicht, dass über mir kein Himmel zu sehen ist.
In den Nächten liege ich oft frierend am Erdboden und meine Tränen versickern im Urwald des Lebens.
Doch dann entdecke ich am Rande des Waldes eine kleine Lichtung.
Dort steht eine heimelige Hütte, die Fenster weit offen, und es riecht nach Salbei und Harz. Trommelrhythmen wehen aus dem Inneren der Hütte zu mir herüber, und herzliches Lachen.
Die Sonne scheint gerade auf das bemooste Dach der Hütte, und der Weg zur Haustüre ist von kleinen Lichtern beleuchtet.
Als würde sie schon auf mich warten.
Vorsichtig nähere ich mich, und bemerke, dass ringsum im Wald plötzlich alles lebendig wird.
Vögel zwitschern, kleine Wesen spähen verschmitzt lächelnd hinter den Bäumen hervor, Tiere rascheln im Geäst, in den Wiesen tanzen Elfen und Blumengeister, Schmetterlinge flattern um mich herum, und ich gehe den Weg entlang zum Haus.
Etwas schüchtern noch klopfe ich an die Tür, und ich drücke gegen das schwere Holz.
Als ich den Raum betrete, sehe ich einen rustikalen Holztisch in der Mitte des Zimmers.
Der Boden knarrt unter meinen Füssen und ich gehe näher an den Tisch heran.
Kurz blicke ich mich um, bemerke allerlei Flaschen auf den Fensterbrettern, Trommeln an den Wänden, und einige dicke Bücher die in einer Ecke nur darauf warten, gelesen zu werden.
Im Kamin knistert ein Feuer, und ich wende mich wieder dem Tisch zu.
Auf dem Tisch liegt eine Kugel.
Sie schimmert und leuchtet und lädt ein, in die Hand genommen zu werden.
Die Tür hinter mir quietscht in den Angeln und ich drehe mich erschrocken um. Aber da schauen nur die Waldwesen herein, und nicken, klatschen in ihre Hände und fordern mich auf, mich nur zu trauen.
Ein kleiner blauer Vogel setzt sich zu mir an den Tisch und sieht mich mit kleinen dunklen Augen an, als würde er nur darauf warten, dass ich endlich die Kugel in die Hand nehme.
Ich greife nach der Kugel und plötzlich öffnet sich eine neue Welt…
Wie in einem Wasserfall wirble ich herum und lande in einem Raum, in dem sich bunt gekleidete Menschen befinden, die mich herzlich begrüßen und sogleich damit beginnen, meine Fragen zu beantworten, meine Wunden zu verarzten, sie bieten mir Kräuter an und sprechen mit mir über meine Sorgen. Sie bieten mir einen Platz am Feuer und hören mir aufmerksam zu.
Ich erzähle ihnen von meinen Sorgen und Problemen, und einer der Anwesenden beginnt in einem monotonen Rhythmus zu trommeln. Ich atme den harzigen Duft ein, der aus einer Räucherschale zu mir herüber getragen wird, und sehe, wie der Trommler eine weitere Welt betritt. Es öffnet sich ein neuer Raum.
Mein Raum.
Der Trommler hat viele Begleiter um sich. Tiere umkreisen ihn, und andere Wesen, in menschlicher und in Engelsgestalt. Er betritt mein Seelenhaus und reinigt es.
Ruft meine Ahnen.
Eine alte Frau kümmert sich um das Haus, putzt und kocht, heizt den Kamin und schrubbt den Boden. Ich spüre, wie mir warm wird. Der Trommler zieht dunkle Fäden aus meinem Körper, holt verloren gegangene Seelenteile zurück, Bussarde kreisen über uns.
Ich höre den monotonen Trommelschlag und schwimme in einer Welle von dröhnenden Donner-Trommelschlägen, die mich durch und durch erfassen, in ihren Bann ziehen, mitnehmen in diese andere Welt.
Es gibt keine Zeit in diesem Raum. Ich weiß nicht , wie lange ich dort bin. Ich werde an einen Kraftplatz gebracht, lege mich in die Mitte eines Medizinrades, und werde von einem Mann bemalt, an der Stirn, an den Beinen und Händen, ich werde verbrannt und danach aus der schwarz verbrannten Kruste heraus gebrochen und neu geboren. Das Feuer der Wahrheit frisst alles auf, was nicht echt ist, was nicht rein ist. Aus der Asche klettere ich heraus und werde sofort von Tieren in Empfang genommen, die sich an mich kuscheln und mir zeigen, wohin ich gehen muss.
Der Trommler wandert in meine Seele und zieht meine Schmerzen heraus. Er füllt mich mit Licht und Energie und nimmt mir meine Ängste ab. Er spricht mit Tieren, und die Tiere geben Antworten. Er ist umgeben von Geistern, Engeln, seltsamen Wesen…
Nichts muss er alleine entscheiden. Alles wirkt von innen nach außen, und von außen nach innen.
Es wirkt durch und durch, reinigt, klärt, füllt und nährt mich.
Eine der Frauen in der Schamanenstube beginnt, meine Körperachse zu verschieben.
Sie rückt mich gerade, als wäre ich eine Marionette, die an einem dicken Faden hängt, der mit dem Universum verbunden ist.
Ich spüre, wie sich meine Körpermitte verschiebt, wie alles ins Fließen kommt, sich zu bewegen beginnt. Ich sehe Tiere, die in einer Linie meine Körpermitte entlang aufgereiht sind. Manche sind verletzt, aggressiv, krank. Die Frau kümmert sich um jedes einzelne Tier, heilt ihre Wunden, befreit sie aus Dickicht und Gestrüpp, zieht Dornen aus ihren Pfoten, und bringt neue Tiere zu mir, die ihren Platz einnehmen.
Ein kleines Kind kuschelt sich an mich, umarmt mich, drückt seinen Kopf auf meinen Bauch und ich erkenne, daß ich selbst dieses Kind bin. Ich umarme es und ziehe es zu mir und plötzlich schlüpft es in mich.
Ich beginne zu tanzen, die Trommelschläge werden schneller und lauter und ich bewege mich mit Tränen die meine Wangen hinab laufen, und tanze den Tanz für das Kind.
Während der Trommler seinen Rhythmus verändert, und die Wesen sich zurück ziehen, künden vier Trommelschläge vom Ende der reise in die andere Welt.
Ich bedanke mich bei allen und verabschiede mich, mit dem Versprechen, wieder zu kommen.
Verschwitzt und glücklich nehme ich wieder Platz, die Trommel ist verstummt und das Feuer im Kamin ist nur noch orangefarbene Glut…
Nun habe ich also die Wirklichkeit gefunden.
Sie ist dort, wo etwas WIRKT, wo es WIRKUNGS-VOLL ist.
Ich verlasse diesen Ort wieder, und trage einen Schatz nach Hause.
Und erzähle jedem der es hören möchte von einer Welt, in die man zurückkehren kann wann immer man möchte und wo immer man sich auch befindet.
Sie existiert in jedem von uns.
In unseren Herzen.
Wir sind frei.
Und der Text ohne die Links, einfach die Geschichte dazu: [u][b]Die Schamanenstube[/b][/u] Ich streife durch die Wälder auf der Suche nach meiner Wirklichkeit. Kämpfe mich durch dichtes Unterholz, begegne Schattenkreaturen und Hindernissen. Ich hole mir blutige Kratzer und wunde Füße. Manches Mal ist der Wald so dicht, dass über mir kein Himmel zu sehen ist. In den Nächten liege ich oft frierend am Erdboden und meine Tränen versickern im Urwald des Lebens. Doch dann entdecke ich am Rande des Waldes eine kleine Lichtung. Dort steht eine heimelige Hütte, die Fenster weit offen, und es riecht nach Salbei und Harz. Trommelrhythmen wehen aus dem Inneren der Hütte zu mir herüber, und herzliches Lachen. Die Sonne scheint gerade auf das bemooste Dach der Hütte, und der Weg zur Haustüre ist von kleinen Lichtern beleuchtet. Als würde sie schon auf mich warten. Vorsichtig nähere ich mich, und bemerke, dass ringsum im Wald plötzlich alles lebendig wird. Vögel zwitschern, kleine Wesen spähen verschmitzt lächelnd hinter den Bäumen hervor, Tiere rascheln im Geäst, in den Wiesen tanzen Elfen und Blumengeister, Schmetterlinge flattern um mich herum, und ich gehe den Weg entlang zum Haus. Etwas schüchtern noch klopfe ich an die Tür, und ich drücke gegen das schwere Holz. Als ich den Raum betrete, sehe ich einen rustikalen Holztisch in der Mitte des Zimmers. Der Boden knarrt unter meinen Füssen und ich gehe näher an den Tisch heran. Kurz blicke ich mich um, bemerke allerlei Flaschen auf den Fensterbrettern, Trommeln an den Wänden, und einige dicke Bücher die in einer Ecke nur darauf warten, gelesen zu werden. Im Kamin knistert ein Feuer, und ich wende mich wieder dem Tisch zu. Auf dem Tisch liegt eine Kugel. Sie schimmert und leuchtet und lädt ein, in die Hand genommen zu werden. Die Tür hinter mir quietscht in den Angeln und ich drehe mich erschrocken um. Aber da schauen nur die Waldwesen herein, und nicken, klatschen in ihre Hände und fordern mich auf, mich nur zu trauen. Ein kleiner blauer Vogel setzt sich zu mir an den Tisch und sieht mich mit kleinen dunklen Augen an, als würde er nur darauf warten, dass ich endlich die Kugel in die Hand nehme. Ich greife nach der Kugel und plötzlich öffnet sich eine neue Welt… Wie in einem Wasserfall wirble ich herum und lande in einem Raum, in dem sich bunt gekleidete Menschen befinden, die mich herzlich begrüßen und sogleich damit beginnen, meine Fragen zu beantworten, meine Wunden zu verarzten, sie bieten mir Kräuter an und sprechen mit mir über meine Sorgen. Sie bieten mir einen Platz am Feuer und hören mir aufmerksam zu. Ich erzähle ihnen von meinen Sorgen und Problemen, und einer der Anwesenden beginnt in einem monotonen Rhythmus zu trommeln. Ich atme den harzigen Duft ein, der aus einer Räucherschale zu mir herüber getragen wird, und sehe, wie der Trommler eine weitere Welt betritt. Es öffnet sich ein neuer Raum. Mein Raum. Der Trommler hat viele Begleiter um sich. Tiere umkreisen ihn, und andere Wesen, in menschlicher und in Engelsgestalt. Er betritt mein Seelenhaus und reinigt es. Ruft meine Ahnen. Eine alte Frau kümmert sich um das Haus, putzt und kocht, heizt den Kamin und schrubbt den Boden. Ich spüre, wie mir warm wird. Der Trommler zieht dunkle Fäden aus meinem Körper, holt verloren gegangene Seelenteile zurück, Bussarde kreisen über uns. Ich höre den monotonen Trommelschlag und schwimme in einer Welle von dröhnenden Donner-Trommelschlägen, die mich durch und durch erfassen, in ihren Bann ziehen, mitnehmen in diese andere Welt. Es gibt keine Zeit in diesem Raum. Ich weiß nicht , wie lange ich dort bin. Ich werde an einen Kraftplatz gebracht, lege mich in die Mitte eines Medizinrades, und werde von einem Mann bemalt, an der Stirn, an den Beinen und Händen, ich werde verbrannt und danach aus der schwarz verbrannten Kruste heraus gebrochen und neu geboren. Das Feuer der Wahrheit frisst alles auf, was nicht echt ist, was nicht rein ist. Aus der Asche klettere ich heraus und werde sofort von Tieren in Empfang genommen, die sich an mich kuscheln und mir zeigen, wohin ich gehen muss. Der Trommler wandert in meine Seele und zieht meine Schmerzen heraus. Er füllt mich mit Licht und Energie und nimmt mir meine Ängste ab. Er spricht mit Tieren, und die Tiere geben Antworten. Er ist umgeben von Geistern, Engeln, seltsamen Wesen… Nichts muss er alleine entscheiden. Alles wirkt von innen nach außen, und von außen nach innen. Es wirkt durch und durch, reinigt, klärt, füllt und nährt mich. Eine der Frauen in der Schamanenstube beginnt, meine Körperachse zu verschieben. Sie rückt mich gerade, als wäre ich eine Marionette, die an einem dicken Faden hängt, der mit dem Universum verbunden ist. Ich spüre, wie sich meine Körpermitte verschiebt, wie alles ins Fließen kommt, sich zu bewegen beginnt. Ich sehe Tiere, die in einer Linie meine Körpermitte entlang aufgereiht sind. Manche sind verletzt, aggressiv, krank. Die Frau kümmert sich um jedes einzelne Tier, heilt ihre Wunden, befreit sie aus Dickicht und Gestrüpp, zieht Dornen aus ihren Pfoten, und bringt neue Tiere zu mir, die ihren Platz einnehmen. Ein kleines Kind kuschelt sich an mich, umarmt mich, drückt seinen Kopf auf meinen Bauch und ich erkenne, daß ich selbst dieses Kind bin. Ich umarme es und ziehe es zu mir und plötzlich schlüpft es in mich. Ich beginne zu tanzen, die Trommelschläge werden schneller und lauter und ich bewege mich mit Tränen die meine Wangen hinab laufen, und tanze den Tanz für das Kind. Während der Trommler seinen Rhythmus verändert, und die Wesen sich zurück ziehen, künden vier Trommelschläge vom Ende der reise in die andere Welt. Ich bedanke mich bei allen und verabschiede mich, mit dem Versprechen, wieder zu kommen. Verschwitzt und glücklich nehme ich wieder Platz, die Trommel ist verstummt und das Feuer im Kamin ist nur noch orangefarbene Glut… Nun habe ich also die Wirklichkeit gefunden. Sie ist dort, wo etwas WIRKT, wo es WIRKUNGS-VOLL ist. Ich verlasse diesen Ort wieder, und trage einen Schatz nach Hause. Und erzähle jedem der es hören möchte von einer Welt, in die man zurückkehren kann wann immer man möchte und wo immer man sich auch befindet. Sie existiert in jedem von uns. In unseren Herzen. Wir sind frei. [It's All Text!] Und der Text ohne die Links, einfach die Geschichte dazu: [u][b]Die Schamanenstube[/b][/u] Ich streife durch die Wälder auf der Suche nach meiner Wirklichkeit. Kämpfe mich durch dichtes Unterholz, begegne Schattenkreaturen und Hindernissen. Ich hole mir blutige Kratzer und wunde Füße. Manches Mal ist der Wald so dicht, dass über mir kein Himmel zu sehen ist. In den Nächten liege ich oft frierend am Erdboden und meine Tränen versickern im Urwald des Lebens. Doch dann entdecke ich am Rande des Waldes eine kleine Lichtung. Dort steht eine heimelige Hütte, die Fenster weit offen, und es riecht nach Salbei und Harz. Trommelrhythmen wehen aus dem Inneren der Hütte zu mir herüber, und herzliches Lachen. Die Sonne scheint gerade auf das bemooste Dach der Hütte, und der Weg zur Haustüre ist von kleinen Lichtern beleuchtet. Als würde sie schon auf mich warten. Vorsichtig nähere ich mich, und bemerke, dass ringsum im Wald plötzlich alles lebendig wird. Vögel zwitschern, kleine Wesen spähen verschmitzt lächelnd hinter den Bäumen hervor, Tiere rascheln im Geäst, in den Wiesen tanzen Elfen und Blumengeister, Schmetterlinge flattern um mich herum, und ich gehe den Weg entlang zum Haus. Etwas schüchtern noch klopfe ich an die Tür, und ich drücke gegen das schwere Holz. Als ich den Raum betrete, sehe ich einen rustikalen Holztisch in der Mitte des Zimmers. Der Boden knarrt unter meinen Füssen und ich gehe näher an den Tisch heran. Kurz blicke ich mich um, bemerke allerlei Flaschen auf den Fensterbrettern, Trommeln an den Wänden, und einige dicke Bücher die in einer Ecke nur darauf warten, gelesen zu werden. Im Kamin knistert ein Feuer, und ich wende mich wieder dem Tisch zu. Auf dem Tisch liegt eine Kugel. Sie schimmert und leuchtet und lädt ein, in die Hand genommen zu werden. Die Tür hinter mir quietscht in d
en Angeln und ich drehe mich erschrocken um. Aber da schauen nur die Waldwesen herein, und nicken, klatschen in ihre Hände und fordern mich auf, mich nur zu trauen. Ein kleiner blauer Vogel setzt sich zu mir an den Tisch und sieht mich mit kleinen dunklen Augen an, als würde er nur darauf warten, dass ich endlich die Kugel in die Hand nehme. Ich greife nach der Kugel und plötzlich öffnet sich eine neue Welt… Wie in einem Wasserfall wirble ich herum und lande in einem Raum, in dem sich bunt gekleidete Menschen befinden, die mich herzlich begrüßen und sogleich damit beginnen, meine Fragen zu beantworten, meine Wunden zu verarzten, sie bieten mir Kräuter an und sprechen mit mir über meine Sorgen. Sie bieten mir einen Platz am Feuer und hören mir aufmerksam zu. Ich erzähle ihnen von meinen Sorgen und Problemen, und einer der Anwesenden beginnt in einem monotonen Rhythmus zu trommeln. Ich atme den harzigen Duft ein, der aus einer Räucherschale zu mir herüber getragen wird, und sehe, wie der Trommler eine weitere Welt betritt. Es öffnet sich ein neuer Raum. Mein Raum. Der Trommler hat viele Begleiter um sich. Tiere umkreisen ihn, und andere Wesen, in menschlicher und in Engelsgestalt. Er betritt mein Seelenhaus und reinigt es. Ruft meine Ahnen. Eine alte Frau kümmert sich um das Haus, putzt und kocht, heizt den Kamin und schrubbt den Boden. Ich spüre, wie mir warm wird. Der Trommler zieht dunkle Fäden aus meinem Körper, holt verloren gegangene Seelenteile zurück, Bussarde kreisen über uns. Ich höre den monotonen Trommelschlag und schwimme in einer Welle von dröhnenden Donner-Trommelschlägen, die mich durch und durch erfassen, in ihren Bann ziehen, mitnehmen in diese andere Welt. Es gibt keine Zeit in diesem Raum. Ich weiß nicht , wie lange ich dort bin. Ich werde an einen Kraftplatz gebracht, lege mich in die Mitte eines Medizinrades, und werde von einem Mann bemalt, an der Stirn, an den Beinen und Händen, ich werde verbrannt und danach aus der schwarz verbrannten Kruste heraus gebrochen und neu geboren. Das Feuer der Wahrheit frisst alles auf, was nicht echt ist, was nicht rein ist. Aus der Asche klettere ich heraus und werde sofort von Tieren in Empfang genommen, die sich an mich kuscheln und mir zeigen, wohin ich gehen muss. Der Trommler wandert in meine Seele und zieht meine Schmerzen heraus. Er füllt mich mit Licht und Energie und nimmt mir meine Ängste ab. Er spricht mit Tieren, und die Tiere geben Antworten. Er ist umgeben von Geistern, Engeln, seltsamen Wesen… Nichts muss er alleine entscheiden. Alles wirkt von innen nach außen, und von außen nach innen. Es wirkt durch und durch, reinigt, klärt, füllt und nährt mich. Eine der Frauen in der Schamanenstube beginnt, meine Körperachse zu verschieben. Sie rückt mich gerade, als wäre ich eine Marionette, die an einem dicken Faden hängt, der mit dem Universum verbunden ist. Ich spüre, wie sich meine Körpermitte verschiebt, wie alles ins Fließen kommt, sich zu bewegen beginnt. Ich sehe Tiere, die in einer Linie meine Körpermitte entlang aufgereiht sind. Manche sind verletzt, aggressiv, krank. Die Frau kümmert sich um jedes einzelne Tier, heilt ihre Wunden, befreit sie aus Dickicht und Gestrüpp, zieht Dornen aus ihren Pfoten, und bringt neue Tiere zu mir, die ihren Platz einnehmen. Ein kleines Kind kuschelt sich an mich, umarmt mich, drückt seinen Kopf auf meinen Bauch und ich erkenne, daß ich selbst dieses Kind bin. Ich umarme es und ziehe es zu mir und plötzlich schlüpft es in mich. Ich beginne zu tanzen, die Trommelschläge werden schneller und lauter und ich bewege mich mit Tränen die meine Wangen hinab laufen, und tanze den Tanz für das Kind. Während der Trommler seinen Rhythmus verändert, und die Wesen sich zurück ziehen, künden vier Trommelschläge vom Ende der reise in die andere Welt. Ich bedanke mich bei allen und verabschiede mich, mit dem Versprechen, wieder zu kommen. Verschwitzt und glücklich nehme ich wieder Platz, die Trommel ist verstummt und das Feuer im Kamin ist nur noch orangefarbene Glut… Nun habe ich also die Wirklichkeit gefunden. Sie ist dort, wo etwas WIRKT, wo es WIRKUNGS-VOLL ist. Ich verlasse diesen Ort wieder, und trage einen Schatz nach Hause. Und erzähle jedem der es hören möchte von einer Welt, in die man zurückkehren kann wann immer man möchte und wo immer man sich auch befindet. Sie existiert in jedem von uns. In unseren Herzen. Wir sind frei.
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