Porträtfotografie
claudia | 15 Juni 2008 | 20:25Ein interessanter und charakteristischer Gesichtsausdruck ist eine wesentliche Bedingung für ein gutes Porträt. Unter der Voraussetzung, dass Schärfentiefe und Beleuchtung dem Modell einige Bewegungsfreiheit gestatten, kann man die Kamera auf einem Stativ stehen lassen, einen Fernauslöser benutzen und sich ganz normal mit dem Modell unterhalten. Wenn das Modell nach links blicken soll, tritt man rechts neben die Kamera, soll es aufschauen, steht man auf, usw. Auf diese Weise kann man auf entsprechende Anweisungen verzichten. Sehr viel hängt auch vom allgemeinen Verhalten ab. Man sollte versuchen herauszubekommen, wofür sich das Modell interessiert und gegebenenfalls dessen Befangenheit abbauen. Auch sollte man dafür sorgen, dass die technischen Einzelheiten des Aufnahmevorgangs möglichst in den Hintergrund treten und die Umgebung so angenehm wie möglich für das Modell ist. Der Blitz ist dabei eine große Hilfe, weil er keine Hitze abstrahlt und nicht ständig gleißendes Licht verbreitet. Um den Blickwinkel zu verändern, kann man den Stuhl drehen, auf dem das Modell sitzt, wobei er aber soweit vom Hintergrund wegbleiben sollte, dass keine Schatten mit aufs Bild kommen. Man sollte zahlreiche Aufnahmen machen, weil unweigerlich viel Ausschuss anfallen wird. Vor allem nie vergessen, dass einem die Sache auch selbst Spaß machen sollte.
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