Wissenswertes zum Kräuteranbau
claudia | 7 Oktober 2011 | 12:48Vorbereitung des Bodens:
Viele Kräuter sind auf kargen, steinigen Böden lebensfähig, nicht jedoch in sumpfigem Gelände. Sie bevorzugen leicht, gut druchlüftete Böden, die Feuchtigkeit und Nährstoffe gut zu binden vermögen. Der Boden sollte daher im Frühjahr vor dem Säen und Pflanzen vorbereitet werden. Wichtig sind tiefes Umgraben und gründliches Harken. Danach den Boden vor der Bestellung gut eine Woche ruhen lassen.
Um die Belüftung und Entwässerung schwerer Böden zu erreichen, ist es ratsam, den Boden bereits im zeitigen Winter umzugraben, denn durch den Frost fallen die Erdklumpen auseinander. Anfang des Frühjahrs dann groben Kies und Gartensand in die oberste Schicht der Erde (½m) mischen und nährstoff- und faserreichen Kompost dazugeben.
Aromatische mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Lavendel bevorzugen trockene, sonnige Standorte und kalkhaltige, gut entwässerte Böden. Vor dem Pflanzen dieser Kräuter sollte das Erdreich, um die Entwässerung zu unterstützen, vorher kräftig mit Kies untergemischt werden. Sumpfiges Gelände lässt sich auf einige Jahre mit einer Drainage aus Schotter brauchbar machen. Dazu muss man einen auf einen Abzuggraben zulaufenden ca. 50-60 cm tiefen „Kanal“ ausheben und mit groben Geröll auffüllen, und anstelle des Erdreichs mit einer 10 cm dicken Schicht aus Kies, Asche oder Schlacke abdecken. Noch dauerhafter ist ein Drainageschlauch ausgelegter mit 75 cm bis 1m tiefer Graben, der seinerseits Anschluß an ein Drainagesystem hat. Alternativ können aber auch Hochbeete angelegt werden.
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