Tipps bei Bahnverspätungen

Rund vier von zehn Fernzügen der Deutschen Bahn erreichen ihren Zielbahnhof zu spät. Verpasste Anschlusszüge, geplatzte Termine, Hetzerei: Für die Fahrgäste sind die Folgen der Zugverspätungen mehr als ärgerlich. Hier ein paar Tipps, die den Schaden etwas mindern können.

Lässt sich ein Umsteigen nicht verhindern, gibt es die Möglichkeit, vorab Verbindungen mit extralanger Umsteigezeit zu buchen.

Wurde der Anschlusszug trotzdem verpasst, sollte man sich beim Bahnhofspersonal melden. Die Mitarbeiter dort können die zuschlagfreie Fahrt im nächsten ICE ermöglichen. Kann die Reise wegen Zugausfall, Verspätung oder verpasstem Anschlusszug nicht bis 24.00 Uhr fortgesetzt werden, übernimmt die Bahn die Taxi- oder Übernachtungskosten.

Wessen Zug mehr als eine Stunde verspätet am Ziel eintrifft oder ersatzlos ausfällt, hat Anspruch auf Entschädigung. Derzeit ist dies ein Gutschein in Höhe von 20 Prozent der von der Verspätung betroffenen Fahrt. Der Gutschein kann mit dem nächsten Ticketkauf verrechnet werden.

Verbraucherschutzminister Horst Seehofer fordert jedoch, Bahnkunden bereits ab einer Verspätung von 30 Minuten 25 Prozent des Fahrpreises zu erstatten und die Hälfte des Fahrpreises ab einer Verspätung von einer Stunde.

Weniger weit geht der Vorschlag der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries. Sie will die Bahn erst ab einer Stunde Verspätung zu einer Erstattung von 25 Prozent des Fahrpreises verpflichten.

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