Fischkauf mit gutem Gewissen

Jährlich vertilgen die Deutschen rund 15 kg Fisch. Darunter sind etliche bedrohte Arten, die besser nicht auf dem Teller landen sollten. Wer denkt im Supermarkt schon daran, dass die delikaten Schillerlocken die geräucherten Bauchlappen des Dornhais sind? Der steht auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Und unter der Bezeichnung Seeaal kommt das übrige Fleisch dieses Fisches in den Handel. Auch andere Haiarten kämpfen um ihr Überleben, ebenso etwa die Seezunge.

Um einen umweltbewußten Einkauf zu erleichtern, initiierte die Umweltstiftung WWF das unabhängige Marine Stewardship Council, kurz MSC, dass ein Gütesiegel für Produkte aus nachhaltigem Fischfang vergibt. Neben verschiedenen Supermärkten führt der Discounter Lidl Produkte mit dem MSC-Zeichen. Derzeit werden die Vergabekriterien unter Mitwirkung von Greenpeace-Experten weiter verschärft.

Ein Gütesiegel Dolphin Safe vergibt das amerikanische Earth Island Institute für Thunfisch, bei dessen Fang darauf geachtet wird, möglichst keine Delfine zu erlegen.

Wie alle großen Raubfische stehen Thunfische fast am Ende der Nahrungskette und sammeln in ihrem Gewebe viele Schadstoffe an, die ihre Beutefische aufgenommen haben, wie zum Beispiel Quecksilber. Gesundheitsbehörden empfehlen deshalb Frauen, die ein Kind planen oder bereits erwarten, nur einmal pro Woche solchen Fisch zu essen. Auch Kleinkinder sollten dies meiden.

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